Basteln

Absolut
ungeheuerlich

Halloween-Gruselspaß

Wenn die Blätter von den Bäumen fallen und die Tage kürzer werden, beginnt mit unserem Halloween-Special der große Geister- und Gruselspaß

Von Samhain zu Halloween

Historische Hintergründe

Seit mehr als tausend Jahren feiern Menschen das Ende der Ernte, und den Beginn der dunklen Jahreszeit, am allerletzten Oktobertag. Schon das altirische Samhain (=Sommerende) ehrte in dieser Nacht mit großen Feuern, und noch größeren Festen, die Seelen der Toten und andere, überirdische Wesen, die dort ab Einbruch der Dunkelheit laut Legende ihr Unwesen trieben. Denn an Samhain, so die gälische Sage, verschwimmen die Grenzen zwischen den Welten.
Mittlerweile fällt das ehemalige Erntefest mit unserem Allerseelen zusammen, das von Papst Gregor IV. offiziell auf diesen Tag verlegt wurde – und im Englischen später von All hallows‘ eve zum uns bekannten Hallowe’en verkürzt wurde.

Schreck lass nach!

Schaurig schöne Dekoideen

Viele heutige Halloween-Bräuche erinnern mit Maiskolben, Vogelscheuchen oder Kürbissen an das ehemalige Erntefest. Und an den schauderhaften Schreck, denn die beliebten Kürbislaternen hatten früher einen ernsten Zweck. Inspiriert von den spukenden Irrlichtern, die im Herbst über den Mooren flackerten, sollten sie die Geister des Jenseits symbolisieren – und das eigene Heim vor ihnen schützen.

Dafür schnitzten die Bauern und ihre Kinder einfach Feldfrüchte in Form, oft schnöde Rüben und Pastinaken. Erst später, in Nordamerika, durften dann die größeren Kürbisse leuchten.

Gespenstisch gut

Kürbisschnitzen leicht gemacht

Auch heute bleibt Kürbisschnitzen Familiensache: Während die Kinder gruselige Gesichter entwerfen und der ausgehöhlten Laterne mit einem kleinen Bastelmesser unter Aufsicht den letzten Schliff verleihen, sind die Eltern für das Grobe da – sie entfernen vorsichtig die angeschrägte „Schädeldecke“, die saftigen „Innereien“ (bis auf etwa 2-3 cm) und später auch die größeren Ausschnitte mit einem Cutter oder Tapetenmesser. Unser Tipp: Messer mit Wellenschiff verwenden und sanft sägen, nicht schneiden!

Das Innere bitte nicht entsorgen – die Kerne lassen sich wunderbar im Ofen rösten und aus dem Kürbisfleisch eine wärmende Suppe für heimsuchende bzw. heimgekehrte Geister köcheln. Oder mit Wintergewürzen köstliche Muffins zaubern, über die sich auch kleine klingelnde Monster freuen.

Alles wie geritzt?

Funkelndes Finetuning

Damit das Ergebnis später nicht schielt, sondern auch ganz gefährlich guckt, zeichnen wir das gewünschte Gesicht zunächst auf Transparentpapier vor, das als Schablone auf den Kürbis wandert. Hier kann das gemalte Muster in Ruhe mit Nadel- bzw. Nagelstichen auf die Feldfrucht übertragen werden. Auch beim folgenden Schnitzen lieber langsam und geduldig den Rändern annähern, als einmal kräftig daneben geschnitten! Der fertige Kürbis wird, je nach Größe, mit ein bis drei Teelichtern bestückt.

Was so schön flackert, soll natürlich auch gesehen werden – aber keine Brände verursachen. Also bitte immer unter Aufsicht brennen lassen! Ansonsten sorgen batteriebetriebene Lichter für eine entspannte Erleuchtung. Übrigens: Wem die ganze Schnitzerei zu aufwändig ist, der bastelt einfach kleine Laternen aus orangefarbenem Karton. Gesicht aufgemalt, ausgeschnitten, fertig … und ab damit vor die Tür!

Süßes, sonst gibt’s Saures!

Strolche, Streiche, Schabernack

Der bekannte Umzug von Tür zu Tür war ursprünglich Erwachsenen vorbehalten, die im Dorf um Leckereien oder Feuerholz für das Samhain-Fest baten – Spendable konnten laut Legende auf ein besonders gutes Jahr hoffen. Unterwegs sollten Masken und Kostüme übernatürliche Wesen, Elfen und Kobolde verwirren.

Die aktuelle Kindervariante ist etwa ein Jahrhundert alt und wanderte von Schottland nach Nordamerika. Dort kommen die Kleinen voll auf ihre Kosten – als verschmitzte menschliche Irrlichter, die ihre Mitmenschen mit Listen, Tricks und Scherzen auf Irrwege führen bzw. mit der klassischen Formel „Süßes, sonst gibt’s Saures!“ (im Original: trick or treat) leckeren Tribut einfordern.

Monster, Magier, Mutanten

Kostüme mit Gänsehautgarantie

Die meisten Halloween-Verkleidungen lassen sich kinderleicht improvisieren. Etwas Theaterschminke (weißes Gesicht, schwarz umrandete Augen), ein rot verschmierter Mund und kunstvolle Narben verwandeln kleine Unschuldsengel im Handumdrehen in gefährliche Teufel, Zombies, Geister und Vampire. Mit Frisierumhang oder Kutte (bzw. Papas dunklem Bademantel) kommen Fledermaus und Sensenmann ins Spiel – ganz ohne gekaufte Extras. Oder wie wäre es mit einem klassischen Bettlakengespenst?

Wer selbst die Tür öffnet, sollte natürlich auch ein paar süße Leckereien zur Hand haben … denn sonst gibt’s bekanntlich Saures!

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