Alltagskrimi

Mamas 5 Minuten

Schmökern & entspannen

Wer zu viel im Kopf hat, dem purzelt manchmal auch etwas heraus. Mindestens ebenso gewitzt wie sympathisch-zerstreut meistert Helen ihren Alltag – und muss dabei auch das eine oder andere Rätsel lösen …

Blendende Aussichten

Die Sonne lockt, die Wellen auch, und Helens Familie gönnt sich ein paar Tage Ferien am Meer. Doch wer streut hier etwas Sand ins Getriebe der Urlaubsidylle? Ein neuer Fall für scharfe Kombinierer!

Ein laues Lüftchen, glasklares Wasser und ein herrliches Fleckchen Strand. Der Sommer kann kommen! Dieses Jahr haben sich Alex, Helen und ihre beiden Kinder Max und Marie an der Nordsee eingemietet. Auch ihre Nachbarn – Tanja, Tom und Niklas Schröder – sind diesmal mit von der Partie. Von ihrer Ferienwohnung sind es nur ein paar Minuten bis zum Meer … und die Kinder können es kaum erwarten!

Während die Eltern noch mit dem Auspacken der Strandsachen beschäftigt sind, stürzen sich Marie, Max und Niklas schon ins erfrischende Nass – doch Max stürmt umgehend wieder heraus. „Aua, erst hat mich etwas gezwickt und dann bin ich noch auf eine Glibberqualle getreten!“

Alex muss ein bisschen grinsen. „Ach komm, das war sicher nur ein kleiner Krebs, der tut dir doch nichts.“ „Doch, der hat mich richtig gezwackt … ich glaube, ich bleibe jetzt lieber an Land“, erwidert Max mit einem bösen Blick auf die Wellen, die unschuldig vor sich hinplätschern.

Auch Marie reicht die kurze Abkühlung: „Ich gehe später noch ordentlich schwimmen.“ „Aber vergiss das Eincremen nicht“, mahnt Helen. „Der Sonnenschutz wäscht sich ziemlich schnell ab, und du weißt ja aus eigener Erfahrung, wie schlimm so ein Sonnenbrand wehtun kann. Komm, wir machen das jetzt alle zusammen.“ Ein Hauch von Tropen erreicht Maries Nase. „Oh Mama, was hast du denn da? Wie gut das duftet – darf ich ein bisschen von deinem Sonnenöl benutzen?“ „Okay, aber bitte nur ein kleines bisschen zum Testen – ich habe den Rest eigentlich Tanja versprochen, die es auch einmal ausprobieren wollte. Dann haben alle etwas davon, okay?“ Sie hilft ihrer Tochter beim Eincremen: „Schau, das läuft doch wie geschmiert!“


Währenddessen hat sich Max bereits hinter dem Familienstrandtuch verschanzt – im sicheren Abstand zum Meer, die tückischen Wogen immer im Blick. „Ich baue uns jetzt eine Schutzburg!“ verkündet der Kleine mit wichtiger Miene und nimmt erste Tiefbauarbeiten vor.
Die Matschepampe aus Strandsand und Meerwasser formt er zu imposanten Zinnen, die in Zeitlupe wieder in sich zusammensacken. Alex hat Mitleid mit seinem Jüngsten. „Pass mal auf, so wird das nichts – wenn du noch höher bauen willst, brauchst du besseres Material, sonst wird deine Festung gleich von der nächsten Welle weggespült. Versuch’s doch mal mit weniger Wasser oder ein paar anderen Zutaten.“

Helen stupst ihren Liebsten an. „Du bist doch nicht als Bauleiter hier … komm, wollen wir stattdessen eine kleine Runde spazieren gehen? Die Schröders können ja währenddessen kurz ein Auge auf die Kinder werfen.“
Marie freut sich – das ganze Strandtuch für sie allein! Max ist sowieso beschäftigt: Den schützenden Deich im Rücken wühlt ihr Bruder konzentriert im Schlamm, um seine Architektenträume zu verwirklichen. Vielleicht ein paar Muschelschalen zum Stabilisieren?

Während andere Kinder Beachball spielen oder sich mit dem Boogieboard in die Wogen stürzen, lässt Marie ihre Fantasie spielen. Einmal so richtig elegant am Strand, als klassische Hollywood-Schönheit mit Muschelkette, Seidentuch und Sonnenbrille … wie gut, dass Helen in ihrer Tasche alles Nötige zum Verkleiden parat hat. „Hallo!“ ruft sie den Schröders zu. „Könntet ihr vielleicht ein Foto von mir machen? Hier ist die Kamera.“ Niklas bietet sich hilfsbereit an. „Klar, gern! Aber da fehlt doch noch etwas …“ Bevor Marie weiß, wie ihr geschieht, schlingt sich etwas Eiskaltes um ihren Kopf. Klick! „Guck mal, mit so einer Algenperücke hast du wirklich das Zeug zum Star!“ feixt Niklas und rennt mit der Kamera weg. �Iiih, jetzt reichts! Hast du keine anderen Hobbys, als mich zu ärgern? Und wehe, der Apparat landet im Sand!“ brüllt Marie und springt in die Fluten, um die glitschigen Algen schnell abzuspülen.

Als ihre Eltern etwas später zurückkehren, herrscht wieder eitel Sonnenschein. Auch die echte Sonne sinkt hinter dem Deich und vergoldet das Meer mit ihren Strahlen. „Na, alles okay bei euch? Wir hatten einen tollen Spaziergang!“ Die beiden Kinder nicken friedlich. Aus Max‘ behelfsmäßiger Burg ist mittlerweile eine richtige Festung mit mehrstöckigen Spalieren geworden. „Wow, die ist ja bald so groß wie der Deich!“ freut sich Alex. „Die soll uns ja auch vor einem Angriff der Killerkrebse schützen“ kräht Max. „Na, die müssen leider bis morgen warten – wir packen jetzt erst einmal ein.“ Doch als Helen die sandigen Habseligkeiten verstauen will, purzelt ihr auch das edle Öl entgegen: Auf dem Boden der Flasche warten nur noch ein paar einsame Tropfen.

„Oh je, was ist denn da passiert? Habt ihr eine Ahnung, wieso die Flasche plötzlich leer ist?“ Ihr Sohn schüttelt energisch den Kopf. „Also, ich hab damit nichts zu tun! Und konnte sowieso nichts sehen, weil mich die Sonne so geblendet hat.“ Auch Marie streitet alles ab. „Ich war es auch nicht! Ich habe mir nur deine Sonnenbrille ausgeliehen, Ehrenwort!“

Alex ahnt schon, wohin der teure Tropfen geflossen ist … wisst ihr es auch?

Hat Helen die teure Flasche nicht richtig verschraubt?

Hat Max gelogen und doch mit ihren Sachen gespielt?

Wollte Marie den strengen Algengeruch mit etwas Tahiti-Blütenaroma vertreiben?

Hat sich Tanja zwischenzeitlich einfach selbst bedient?

Oder hat sich Niklas einen neuen Streich ausgedacht, um seine Mitschülerin in den Wahnsinn zu treiben?

Was glauben Sie ist die Lösung?


Empfohlene Artikel

Krimi

Helens
Hochzeitstag

Krimi 1

Krimi

Wo die
wilden Tiere
wohnen

Krimi 2

Krimi

Was für
ein Zirkus

Krimi 3